Das Aufbringen der keramische Verblendung
Vorbereitung der Oberfläche
Der Zahntechniker bearbeitet die Oberfläche der Edelmetallgerüste, um sie für den Keramik-Metall-Verbund vorzubereiten. Die danach mit Edelkorund aufgerauhten Flächen sind unter anderem sehr wichtig für die dauerhafte Verbindung der Keramiknasse mit der Edelmetall- Legierung. Farbgerecht für die Zahnfarbe der Patientin stellt die gebrannte Grundmasse gleichmäßig und dicht die Bindung zum Metall her.
Keramikschichten auftragen
Der Aufbau der Zahnkronen und des Brückenzwischengliedes entsteht in vielen Schichten mit unterschiedlich eingefärbtem Keramikpulver, dass mit einer Modellierflüssigkeit zu sahniger Konsistenz angemischt wurde. Jedes Fläschchen in dem nebenstehenden Bild enthält Keramikmasse in spezieller Einfärbung.
Natürliches Farbspiel aufbringens
Der Zahntechniker nimmt die angemischte Keramikmasse mit einem spitz zulaufenden Pinsel aus hochwertigem Rotmarderhaar auf und platziert sie sehr gezielt, um sich dem natürlichen Farbspiel der Zähne so weit wie möglich anzunähern.
Die moderne Keramikschichttechnik hat nicht nur offensichtlich etwas mit Malerei zu tun. Sie geht im Grundprinzip auf die Lasurmalerei der Brüder van Eick (14. Jhdt.) zurück.
Aufbrennen der Keramikmasse
Die beiden Kronen sind soeben nach dem ersten Brand aus der Vakuumkammer des Keramik- Brennofens herausgefahren. Der erste Brand ist noch nicht perfekt, aber man erkennt die schon gut gestaltete Zahnform.
Der Zahntechniker kontrolliert jetzt sorgfältig das Ergebnis des Erstbrandes.
Anprobe in der Zahnarztpraxis
Die Patientin ist noch einmal in die Zahnarztpraxis gekommen.Die liebevoll gearbeiteten Kronen und die Brücke sollen zur Kontrolle einprobiert werden, denn jetzt sind am Rohbrand Korrekturen noch problemlos durchzuführen. Eine Schneidekante der rechten mittleren Krone sollte noch etwas abgetragen werden. Die Zahnfarbe kann in dieser Fertigungsstufe noch nicht beurteilt werden.